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Ich hätte mich gern hingesetzt. Mitten auf diesen verfickten schönen sonnigen Rasen, auf dem Martin und ich gerade Minigolf gespielt hatten. Ich hätte mich gerne hingesetzt und geweint. Stattdessen lief ich nach dem unheilvollen Anruf geschockt und tränenverschleiert zum Auto, in der Hoffnung dich retten zu können und heizte wie von Sinnen zu dieser verdammten Straße.

Erst später, als ich schon längst außer Puste an der Schnellstraße entlang gerannt bin, mir alles wehtat und die Luft wegblieb, begriff ich, dass niemand anrufen und sagen würde, dass du hier liegst, wenn du noch zu retten gewesen wärst. Trotzdem wollte ich mit eigenen Augen deinen toten Körper im Gras sehen und trug einen letzten Funken Hoffnung in mir. Was ich liebe, gebe ich nicht auf, niemals, dachte ich und rannte weiter und weiter. Ich wäre wohl in eines der mit 140km/h vorbeirasenden Autos geraten, wenn Martin nicht auf mich Acht gegeben hätte. In diesen Momenten war mir das so egal und nichts konnte mir mehr weh tun, als dein Verlust. Als wir dich dann fanden, wäre ich beinahe vor Schmerz zusammen gebrochen.

Zuhause ließ mir Martin ein paar Momente für mich und nahm den Spaten in die Hand, während ich schluchzend in meinem Bett lag. Der Gedanke, dass du nie wieder kommen würdest, zerfetzte mir das Herz und du fehlst mir so sehr, als hätte man mir einen Teil meiner Seele herausgerissen. Mein ein und alles, mein treuer treueloser Freund, mein geliebter Elias.
10.9.06 20:56




"Höre niemals auf, Fragen zu stellen", sagt das Wesen aus dem Spiegel.
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